Agentur für agile Hochleistungsteams

Das unagile SCRUM-Team:
SCRUM-Master als Konflikt-Moderator

17. Januar 2014 von

Auf dem Weg zu einem agilen Hochleistungsteam gibt es viele Hindernisse.

 

Konflikte im Team

Vor der Einführung gab es kaum Konflikte im Team. Jetzt brennt die Luft.

 

Es ist häufig zu beobachten, dass mit der Einführung von SCRUM neue und stärkere Konflikte im Team entstehen.

 

Das zeigt sich insbesondere daran, dass es Streitereien gibt, Meinungsverschiedenheiten finden irgendwann schlimmstenfalls nicht mehr sachlich statt. Manchmal sprechen sich die Teammitglieder sogar gegenseitig die Kompetenz ab. Durch dieses Verhalten wird eine Zusammenarbeit massiv behindert oder kommt ganz zum Erliegen.

 

Zusammenarbeit

SCRUM erfordert eine stärkere Zusammenarbeit, die früher in dieser Form gar nicht notwendig war.

 

Auf einmal müssen sich Spezialisten untereinander abstimmen und gegenseitig ergänzen. Zusätzlich soll auch noch das eigene Wissen mit anderen Personen im Team geteilt werden. Jeden Tag den eigenen Fortschritt im Daily präsentieren sind viele nicht gewohnt.

 

Intensive Zusammenarbeit kann zu neuen Konflikten führen und Vorhandene zutage fördern.

 

Team- und Konflikt-Moderator

 

Es ist die Aufgabe des SCRUM-Masters Konflikte zu moderieren und das Team bei der Lösung zu unterstützen. Für diese Aufgabe braucht er allerdings ausreichend Zeit und – im Idealfall – Erfahrung als Coach.

 

Um Interessenskonflikte zu vermeiden, sollte der SCRUM-Master fachlich im Team nicht mitarbeiten. Seine Hauptaufgabe liegt in der Teamarbeit.


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Das unagile SCRUM-Team:
Widerstand durch Begeisterung ersetzen!

4. September 2013 von

Auf dem Weg zu einem agilen Hochleistungsteam gibt es viele Hindernisse.

 

Widerstand

 

Bei meiner Tätigkeit habe ich es schon häufig erlebt, dass die Einführung von SCRUM auf massiven Widerstand des (späteren) Teams trifft.  Typischerweise werden einzelne Elemente von SCRUM infrage gestellt und sogar vollständig weggelassen.  Von einzelnen Mitgliedern hört man dann Aussagen wie „die Meetings sind nicht notwendig“, „früher hat es doch auch funktioniert; es war sogar besser“ oder „bei uns funktioniert das so nicht“.  Anstatt sich auf die eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren, wird hier gegen den Prozess gearbeitet und dieser letztlich torpediert.

 

Die Beteiligten wurden nicht einbezogen

 

In vielen Firmen wird SCRUM durch eine Führungskraft eingeführt.  Sie hat sich ausgiebig mit dem Prozess beschäftigt und erwartet, nun die Unternehmensziele besser und schneller zu erreichen.  Ganz leicht wird hierbei das Team vergessen.  SCRUM steht meist in starkem Gegensatz zu den bisherigen Arbeitsprozessen.  Die teamorientierte Arbeitsweise entspricht nicht unbedingt dem Wunsch aller Mitglieder.  Einzelne Personen fühlen sich durch die Verschiebung von Verantwortlichkeiten in ihrer Stellung herabgesetzt.

 

Die Umstellung auf SCRUM ist für das Team somit ein massiver Eingriff in die tägliche Arbeit und sein Rollenverständnis.

 

Das Team begeistern!

 

Nach meiner Erfahrung funktioniert die Einführung von SCRUM am besten, wenn das Team es eigentlich selbst einführen möchte.

 

Beziehen Sie dazu das Team frühzeitig in den Einführungsprozess mit ein.  Erklären Sie ausführlich, wofür welches Element gedacht ist und was es bringt.  Bringen Sie Ihre Mitarbeiter in Kontakt mit Teams, die SCRUM erfolgreich einsetzen.  Tauschen sie temporär einzelne Mitglieder der Teams gegenseitig aus.  Lassen Sie von den Erfahrungen mit SCRUM berichten, so dass der Funke der Begeisterung auf Ihr Team überspringt.


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